Denn die Stiftung sucht junge Forschende, die eine sehr gute Doktor­arbeit geschrieben haben und die Lust darauf haben, einem nicht-wissen­schaftlichen Publikum zu erklären, was sie da eigentlich gemacht haben, in ihrer Forschung. Und zwar in Form eines allgemein verständlichen Artikels, in deutscher Sprache.

Gewinnerinnen und Gewinner des KlarText-Preises 2020
©KTS/Nikola Haubner

Bewerben können sich alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die 2019 und 2020 in Biologie, Chemie, Informatik, Geo­wissen­schaften, Mathematik, Neuro­wissen­schaften oder Physik eine Doktor­arbeit geschrieben haben. Wer in einem angrenzenden Fach­gebiet promoviert wurde, seine Arbeit aber einem der sieben Bereiche zuordnen kann, darf sich ebenfalls gerne bewerben.

Den Preis gibt es unter dem Namen „KlarText – Klaus Tschira Preis für verständliche Wissen­schaft“ seit den 90er Jahren. Die Klaus Tschira Stiftung hat ihn seitdem stetig weiter­entwickelt. 2017 hat der Preis den Namen „KlarText – Preis für Wissen­schafts­kommunikation“ bekommen.

Mitmachen lohnt sich!

  • Die besten Artikel werden mit je 7.500 Euro ausgezeichnet und im Wissens­magazin „KlarText“ veröffentlicht.
  • Die Preisträgerinnen und Preisträger werden in das aktive Alumni-Netzwerk der Klaus Tschira Stiftung aufgenommen.
  • Alle Bewerberinnen und Bewerber, ob prämiert oder nicht, haben die Möglichkeit an einem zweitägigen Workshop Wissen­schafts­kommunikation in Heidelberg teilzunehmen. Durchgeführt wird der Workshop vom Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik). Die Hotelkosten und die Teil­nahmegebühr über­nimmt die Klaus Tschira Stiftung.

Der KlarText-Preis wird jährlich ausgeschrieben. Bewerben können sich Forschende, die in den beiden vorangegangenen Jahren promoviert wurden.

Hier finden Sie weitere Teilnahmebedingungen.

Die Auswahl

Die besten Beiträge werden in drei Schritten von einer Jury aus Journalistinnen und Journalisten sowie Forschenden ausgewählt und mit je 7.500 Euro prämiert – in jedem der sieben Fach­gebiete. Falls die Qualität der eingereichten Beiträge dies erfordert, behält sich die Klaus Tschira Stiftung vor, mehrere bzw. keinen Preis pro Fach­gebiet zu vergeben.

Das Jury-Verfahren

Am 28. Februar endet die Bewerbungs­frist für den KlarText-Preis. Dann heißt es für alle, die einen Artikel eingereicht haben, erst einmal abwarten. Denn bis sie im Spätsommer die Benachrichtigung erreicht, ob sie gewonnen haben, durchlaufen ihre Texte viele Hände:

  • In einem ersten Schritt, der Vor­aus­wahl, sichten angehende Redakteur­innen und Redakteure der renommierten Deutschen Journalistenschule in München die eingereichten Arbeiten – und empfehlen zwei Drittel der Texte für die nächste Jury-Runde.
  • Die verbliebenen Artikel gehen anschließend in die fachliche Prüfung. Dazu wird jeder Text von zwei renommierten Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftlern aus dem jeweiligen Fach­gebiet gelesen. Ihr Haupt­augen­merk liegt zunächst auf der fachlichen Brillanz. Vor allem prüfen sie aber auch, ob es im Beitrag um die eigene Forschungs­leistung geht und nicht etwa allgemeine Prinzipien beschrieben werden.
  • Am Ende bleiben einige Dutzend Beiträge übrig, die von der acht­köpfigen Sprach­jury aus Wissen­schaftlerinnen, Wissenschaftlern sowie Journalisten unter die Lupe genommen werden. Diese wählen in jeder der Kategorien die Beiträge aus, die ihnen am preis­würdigsten erscheinen. Sie geben Rankings ab, diskutieren diese in einer mehr­stündigen Jury­sitzung und küren schließlich die finalen Preisträgerinnen und Preisträger.
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